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Als Christinnen und als Benediktinerinnen wissen wir uns dem Schutz und der Pflege der uns anvertrauten Schöpfung in besonderer Weise verpflichtet.
Im Blick auf diese Verantwortung haben wir seit einigen Jahren verschiedene Anstrengungen unternommen, eine Neukonzeption der Energieversorgung unseres Klosters zu planen. Sie soll ökologisch orientiert, dem Naturschutz und der Nachhaltigkeit verpflichtet sein und zu einer für uns maximalen Autarkie führen soll. Bereits vorhandene Ressourcen möchten wir dabei nutzen. Mit der Ausführung unseres Klosterneubaus konnte ein entscheidender Schritt auf dem Weg zur Realisierung des Projektes getan werden.

So ist ein Gesamtenergiekonzept mit folgenden Zielen entwickelt worden:
Nahziel: energetisches Versorgungskonzept für den Neubau, teilweise energetische Sanierung der älteren Bausubstanz und teilweise Erneuerung des Heizungs- und Versorgungssystems.
Mittelfristiges Ziel: vollständige und zweckmässige energetische Sanierung der älteren Bausubstanz und des Heizungs- und Versorgungssystems.
Fernziel: ein unter Klima- und Umweltschutzaspekten saniertes bzw. neu gestaltetes Kloster mit einer für unsere Verhältnisse maximalen Autarkie. Damit hoffen wir, einen unter ökologischen und ökonomischen Gesichtspunkten lebenswerten und lebensfördernden Lebensraum zu gestalten, für uns Schwestern, für unsere Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen, für unsere vielen Gäste und für alles, was bei uns lebt. 
 
         
Energ01-Teichmorgen_1kDie ehemalige Zisterzienserinnenabtei ist auf wasserreichem Gebiet gegründet worden, ein unterirdischer Wasserlauf aus der Barockzeit führt durch unser Gelände. Dieses Wasser können wir nutzen:
In den letzten Jahrzehnten wurden mehrere Zisternen zur Brauchwassernutzung für den Garten angelegt sowie eigene Regenwasserzisternen für die Toilettenspülung im Gästehaus.
Bereits seit den 1990er Jahren ist im Bereich der Kanalisation auf eine strenge Trennung von Abwasser und Regenwasser geachtet worden. Das Regenwasser wird so wieder dem Erdreich zugeführt.
Im Westhang unseres Klostergeländes wurde 2008/2009 eine Brunnenbohrung zur Brauchwassergewinnung durchgeführt. Die 31m tiefe Bohrung fördert 2,9 l Wasser pro Sekunde, die Analyse brachte ein gutes Ergebnis für die Brauchwassernutzung.

 

Energ02-Seerosen_1k02Energ03-100_4536kZwei Teichbiotope im Hof und im Garten bieten vielen Tieren und Pflanzen Lebensraum.

 

 

  
Fachplanungen: Firma Systherma, Starzach-Felldorf;
Bohrung: Firma H. Pettenpol mbH, Wächtersbach
Analyseinstitut: Agrolab-Labor GmbH, Echning am Ammersee
 

Energ04-100_4568k02Bisher wurden die Gebäude der gesamten Klosteranlage mit Heizöl beheizt. Durch gezielte Sparmassnahmen konnten wir den Ölverbrauch bereits von 73.500l im Jahr 2005 auf 57.300l im Jahr 2008 reduzieren. Da unser Kloster über keinen eigenen Wald oder Ländereien verfügt, die forst- bzw. landwirtschaftlich nutzbar wären, wir aber aus Klimaschutz- und Kostengründen den Erdölverbrauch noch wesentlich radikaler reduzieren wollten, gaben wir eine Machbarkeitsstudie für Geothermie in Auftrag. Sie ergab, dass Engelthal in einem für die Nutzung von Erdwärme günstigen Gebiet liegt. So werden wir die Wärme der Erde für die Beheizung des Neubaus und ggfs. für die Versorgung weiterer Gebäudeteile nutzen.
Die Gesamtkosten der Erdwärme-Heizung für den Neubau betragen ca. 100.00€, die Bohrkosten (ca. 70.000 €) werden von uns selbst getragen (Vereinigung der Benediktinerinnen von Kloster Engelthal e.V.). Zugleich bemühen wir uns um Fördergelder und versuchen, die Kosten für die Wärmepumpen (ca. 30.000 €) über die Stiftung Abtei Kloster Engelthal zu finanzieren. Ab Spätherbst 2010 konnte der gesamte Neubau mit Erdwärme versorgt werden. Dadurch erwarten wir, etwa 15.000l Heizöl pro Jahr einsparen zu können.

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Neben der Installation einer Erdwärme-Heizung ist unser Klosterneubau durch weitere Massnahmen in das neue Energiekonzept eingebunden:
Als Baumaterialien dienen vor allem natürliche Baustoffe wie Ziegel, Stein und Holz aus heimischen Vorkommen (Poroton-Ziegel mit Mineralwolle gefülltem Hohlkammersystem, passivhaustauglich, Außenmauerstärke 49,5 cm; Kirchheimer Muschelkalk für Kreuzgangsäulen und -böden, sowie die  Flurböden; Holz für Fenster, Türen und Zimmerböden);
Wärmerückgewinnungs-System durch Wärmetauscher-Lüftungsanlagen;
Regenwasser-Auffanganlagen für  die Toilettenspülung;
Fortführung der strikten Trennung von Abwasser und Regenentwässerung.

Im Umgang mit Licht versuchen wir mit Hilfe energiesparender neuer  Leuchtmittel vor allem auch in den grossen Räumen (Kirche, Refektorium, Gästehaus) eine Reduzierung des Stromverbrauchs zu erreichen. Diese  haben bereits unseren Stromverbrauch deutlich gesenkt, so z.B. in der  Kirche bei voller Beleuchtung von bisher 8400 W auf 2280 W (entspricht  72,86%!).
Die genauen Angaben zur Einsparungsmenge insgesamt stehen noch aus, investiert wurden bisher ca. 1.500 €.
Auch der Neubau wird, wo immer möglich, mit Energiesparlampen ausgestattet sein.
Bisher bezogen wir teilweise, seit 2010 für das  gesamte Kloster ÖKo-Strom.  

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Die Projektierung einer Photovoltaik-Anlage ist bereits ebenfalls in der Diplomarbeit durch Herrn Weber geschehen. Aus
Denkmalschutzgründen könnte sie nur auf den nach Süden geneigten Dächern eines Neben-
gebäudes angelegt werden 

Fachberatung im Bereich des gesamten Energieprojekts:
Dr. Franz J. Hock, Umweltbeauftragter der Diözese Mainz
Prof. Dr. Alfred Karbach, Fachhochschule Gießen-Friedberg, Fachbereich Energie-Systemtechnik.
Dank der Untersuchungen seines Studenten Martin Weber, der im Rahmen seiner Diplomarbeit eine energetische  Bewertung aller unserer  Gebäude durchgeführt hat, können wir die Planung  weiterer notwendiger Sanierungsschritte fortführen. 

Unsere Bitte:
Da wir die Umstellung unserer Energieversorgung selbst finanzieren und zunächst  einmal viel Geld investiert werden muss, sind wir auf Freunde und Sponsoren angewiesen.
Für jede Art von Hilfe sind wir dankbar.
Wenn Sie uns unterstützen  möchten, können Sie dies tun mit einer Zuwendung (Spende)
auf das  Konto unserer  Stiftung:
Stiftung Abtei Kloster Engelthal, Konto Nr. 400 686  4010 Pax Bank eG Mainz BLZ 370 601 93
Stichwort: “Energiekonzept”