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Im Mai 1268 stifteten die Ritter von Buches und Karben auf ihrem an der Nidder gelegenen Besitz das Zisterzienserinnenkloster zur Hl. Maria im Tal der Engel.

Es unterstand dem Abt der nahen Zisterzienserabtei Kloster Arnsburg.

In den Wirren des Dreißigjährigen Krieges mussten die Schwestern 1622 nach Aschaffenburg fliehen. Der Klosterkomplex wurde von marodierenden Söldnergruppen geplündert, gebrandschatzt und völlig zerstört.

(Bild: Grabplatte des Stifters Konrad v. Buches, +1294)

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Erst rund 30 Jahre nach ihrer Rückkehr konnten die Schwestern mit dem Wiederaufbau des Klosters beginnen. So entstand in den Jahren 1666 - 1750 auf den alten gotischen Grundmauern ein Klosterneubau im spätbarocken Stil. Mit Kirche, Konventsgebäuden, Wirtschaftgebäuden und einem repräsentativen Äbtissinnenbau erhielt es so im wesentlichen seine heutige Gestalt.
(Bild: barocke Klosteranlage um 1750 von der Ostseite)

Gesch-3-Hofgut_ET_um_1910k   1803 löste der Staat das Kloster auf: Die 24 Nonnen wurden zu ihren Familien zurückgeschickt, die letzte Äbtissin starb 1823 in Frankfurt. Der Gesamtbesitz kam in weltliche Hände, aus dem Kloster wurde ein landwirtschaftliches Hofgut. Ein Teil der nun nicht mehr benötigten eigentlichen Klostergebäude wurde in der Folgezeit abgerissen.
Die Kirche, die seit der Reformation für die Katholiken der Umgebung als Pfarrkirche diente, durfte von ihnen weiterhin genutzt werden und blieb so erhalten.
(Bild: Hofgut Engelthal um 1910)

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1952 erwarb das Bistum Mainz die Kirche und 1961 den gesamten Klausurbereich innerhalb der alten Mauern. In Altenstadt selbst wurde eine neue katholische Pfarrkirche gebaut.

Das Bistum wünschte, dass hier wiederum ein Kloster entstünde, ein „Ort, der dem geistlichen Leben dient.“ So bot es Engelthal den Benediktinerinnen  der Abtei  vom Hl. Kreuz zu Herstelle/Weser für eine Neugründung an.

Am 1. Mai 1962 besiedelten 20 Benediktinerinnen von Herstelle Engelthal und erfüllten es neu mit klösterlichem Leben.
(Bild: Einzug der Schwestern am 1.5.1962)

Gesch-5-Luftaufnahme.Quadrum.beschnitten   Am 24. August 1965 erfolgte die Erhebung Engelthals zur Abtei und die Einbindung in die Beuroner Benediktinerkongregation.
Als 1. Äbtissin stand Frau Diethild Eickhoff OSB bis 1986 dem Kloster vor.
In den folgenden Jahren wuchs die Gemeinschaft stetig an. Neue Konventräume und Zellen für die Schwestern wurden errichtet, das Klosterquadrum durch den Neubau von zwei Kreuzgangflügeln wieder geschlossen. Das Gästehaus wurde ausgebaut und anstelle der bisherigen Hühnerfarm eine Werkstatt zur Restaurierung von Gemälden und Skulpturen eingerichtet.
(Bild: Luftaufnahme des Klosterquadrums ca. 1980)
 
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  1989 wählte die Gemeinschaft Frau Gabriel Cosack OSB zur zweiten Äbtissin. Umfangreiche Sanierungsarbeiten in den alten Klostergebäuden und im Gästehaus wurden notwendig.
(Bild: 1991/92 und 1994/95 sanierter einzig erhaltener barocker Kreuzgangflügel)




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  Nach Erreichung der Altersgrenze von 70 Jahren beendete Frau Gabriel Cosack OSB ihren äbtlichen Dienst. Im Januar 2003 wählte der Konvent Frau Elisabeth Kralemann OSB zu ihrer Nachfolgerin und 3. Äbtissin der Benediktinerinnenabtei Kloster Engelthal.
(Bild: Äbtissin em. Diethild Eickhoff OSB, Äbtissin Elisabeth Kralemann OSB, Äbtissin em. Gabriel Cosack OSB)





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  2008 mussten der westliche und südliche Kreuzgangflügel sowie der kleine Anbau im Westen der Kirche abgetragen werden. Zwei Gebäude mit dem Wohnbereich der Schwestern (Zellen und Gemeinschaftsräume) wurden neu gebaut und im Jahr 2010 bezogen.
(Bild: der neu errichtete Kreuzgangbereich im März 2010)

 

Links zum Thema:

 

 

Benediktinerinnenabtei vom Hl. Kreuz, Herstelle
Kloster Arnsburg