Angekommen

Seit Ende September 2026 wohnen wir Engelthaler Schwestern wieder gemeinsam an einem Ort:
Kloster Engelthal auf dem Rochusberg

Montag 12. Oktober 2026 | Meldung


Konventfoto vom 05.10.2026, aufgenommen in unserem neuen Oratorium. Es fehlen darauf: Sr. Angelika und Sr. Johanna. Konventfoto vom 05.10.2026, aufgenommen in unserem neuen Oratorium. Es fehlen darauf: Sr. Angelika und Sr. Johanna. Seit dem 30. September wohnen wir nun wieder zusammen im gleichen Haus: in unserem neuen Kloster auf dem Rochusberg in Bingen!

Umgezogen sind wir, wie bereits berichtet, in Etappen: Unsere älteste Mitschwester, Sr. Angelika, lebt bereits seit Mitte Mai im Seniorenwohnen nebenan, die erste Hälfte unserer Schwestern ist in der ersten Augusthälfte umgezogen, nun folgte die zweite Hälfte in der zweiten Septemberhälfte. Ende September war die Übergabe Engelthals an das Bistum Mainz, das Eigentümerin der gesamten Liegenschaft ist.

Nun haben auch die Schwestern, die unser bisheriges Kloster Engelthal in der Wetterau aus- und aufgeräumt haben, ihre Zellen auf dem Rochusberg eingerichtet.

Auch wenn wir Schwestern nun aus unserem früheren Kloster ausgezogen sind, steht es in dieser Übergangszeit vor einer neuen Nutzung nicht völlig leer: Unser Hausmeister sorgt weiterhin für das Gelände und die Gebäude, einzelne Schwestern sind in größeren Abständen immer wieder einen Tag dort für letzte Aufräumarbeiten und unsere Sr. Johanna hat noch ein wenig länger zu tun, um mit Hilfe von Ehrenamtlichen die Räume der Restaurierungswerkstatt wirklich vollständig zu leeren.

Unser neues Kloster von der Gartenseite aus gesehen Unser neues Kloster von der Gartenseite aus gesehen Wir sind umgezogen und haben hier auf dem Rochusberg unsere Räume bezogen, das Haus ist wie erhofft für die Größe unseres Konvents gut passend. Wir fühlen uns insgesamt schon recht wohl und sind dabei, uns einzuleben. Von den Kreuzschwestern und den Vertreter:innen der St. Hildegardis gGmbH, unserem Vermieter, sind wir sehr herzlich begrüßt worden; viele Menschen freuen sich, dass wir hier sind und haben uns willkommen geheißen. Es ist ein guter Ort, an den wir hier geführt worden sind.

Doch wir spüren auch, dass das wirkliche Ankommen noch Zeit braucht. Wir haben Jahrzehnte an einem anderen Ort gelebt und ihn geliebt, dort waren wir verwurzelt. So vieles hier ist neu, von der Landschaft angefangen bis zum Haus, der eigenen Zelle und den Gemeinschaftsräumen, der Organisation des Gemeinschaftslebens und des Alltags.

Eucharistiefeier mit P. Abraham in unserem neuen Oratorium Eucharistiefeier mit P. Abraham in unserem neuen Oratorium Sehr dankbar sind wir, dass wir mit unserem wunderbaren neuen Oratorium eine geistliche Mitte haben, einen Ort, an dem wir gut das Stundengebet feiern und beten können. Unser Engelthaler Altarkreuz ist auch hier unser Altarkreuz und verbindet unseren bisherigen mit dem neuen Lebensort. Mehr noch: das Kreuz ist der Altar! Die Holzbalken des Ambo und des Kerzenleuchters sind aus alten Engelthaler Dachbalken.
Als P. Abraham Fischer OSB aus der Abtei Königsmünster, der nach einer Idee von Sr. Caterina den Altar, sowie Tabernakel, Ambo und Leuchter gestaltet hatte, am 8.10. hier mit uns zum ersten Mal die Eucharistie feierte, spürten wir: Jetzt hat dieser Raum seine “Weihe”! Es war für uns alle eine eindrückliche und innige Erfahrung.

Wenn wir miteinander darüber sprechen, was uns an diesem neuen Klosterort im Vergleich zu unserem früheren als erstes fasziniert hat, dann ist es die Weite: ein weiter Himmel, die wunderbare Aussicht, das Spiel der Wolken, große Sonnenaufgänge. Führte Engelthal in der Wetterau, das in einer Quellmulde am Waldrand liegt, zunächst nach innen und in die Tiefe, so führt Engelthal auf dem Rochusberg als erstes in die Weite und lässt schauen und atmen.


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