Frühlings-Aufbruch

Ostern bringt in Bewegung: im Garten, im Haus und im eigenen Innern

Mittwoch 8. April 2026 | Meldung


unser Gründungskreuz aufgerichtet vor dem Altar an Karfreitag unser Gründungskreuz aufgerichtet vor dem Altar an Karfreitag Jetzt, wo draußen in der Natur so vieles aufbricht, rückt uns unser eigener Aufbruch immer näher. Manchmal sagen wir voll Erstaunen zueinander: “Nur noch vier Monate, dann sind einige von uns schon auf dem Rochusberg!” Mit großen Schritten gehen wir darauf zu.

In der Fastenzeit haben wir wieder viel im Haus und unseren eigenen Zellen aufgeräumt, sortiert, entsorgt oder für den Umzug zurückgelegt. Die biblischen Texte und Lesungen der Kar- und Ostertage haben wir mit dem Aufbruchs-Ohr gehört: Sie sind voll von Bewegung. Jesus selbst ist unterwegs, viele Menschen sind es, sogar die Erde bebt und selbst der Vorhang des Tempels zerreißt beim Tod Jesu und gibt den Blick ins Innere frei: Bisher nie Gesehenes wird sichtbar. Und erst die Frauen: in allen Ostergeschichten sind sie unterwegs! Beauftragt vom Auferstandenen selbst sind sie ermutigt, die Botschaft vom Lebendigen und vom Leben, das durch den Tod hindurch gegangenen ist, zu verkünden. Sie ermutigen auch uns, den eigenen Aufbruch zu wagen – in unser neues Leben hinein.

Osterfeuer im Kreuzgarten Osterfeuer im Kreuzgarten Auch in diesem Jahr konnten wir die Osternacht noch einmal mit dem Feuer im Kreuzgarten beginnen und dort die Osterkerze entzünden. Erstaunlich viele Gäste waren zu dieser frühen Stunde gekommen, um mit uns diesen besonderen Gottesdienst zu feiern. Bis auf unsere älteste Sr. Angelika, die im Pflegeheim lebt, waren wir alle zusammen in der Kirche und hinterher beim festlichen Osterfrühstück. Mit Sr. Liobgid freuten wir uns über ihren 90. Geburtstag am Ostersonntag! Wenige Tage zuvor, am Mittwoch in der Karwoche, durfte Sr. Caterina ihren 40. Professtag feiern und mit dem Gesang des “Suscipe”, unserem Professlied, ihre Profess bekräftigen.

Konzert am 28.03.2026 Konzert am 28.03.2026 Am Samstag vor Palmsonntag erlebten wir noch einmal ein berührendes großes Konzert unter Leitung von Kantor Andreas Köhs in unserer Kirche: rund 70 Musiker des Kurt-Thomas-Kammerchors, des Telemann-Ensembles aus Frankfurt und vier Solisten brachten das “Funeral Anthem for Queen Caroline” von Händel und das “Requiem” von Mozart zu Gehör.
Mit unserem Friedberger Freundeskreis konnten wir voll Dankbarkeit ein Jubiläum feiern: Seit 20 Jahren unterstützen uns die Freundeskreis-Mitglieder tatkräftig im Garten und bei vielen Veranstaltungen!

Blick in den Nutzgarten Blick in den Nutzgarten Im Garten blühen zur Zeit die Beerensträucher und Obstbäume, die Wiese ist voller Löwenzahn, alle Bienenvölker haben den Winter überstanden und fliegen eifrig. So viel Leben! Die Anbaufläche im Nutzgarten hat Sr. Johanna verkleinert, da wir ja nicht mehr das ganze Jahr hier sein werden. Die nicht benötigten Flächen sind für die Nachnutzung gut vorbereitet. Unser Friedhof mit inzwischen 33 Gräbern hat eine pflegeleichte Neubepflanzung bekommen.
Auch in der Restaurierungswerkstatt für Gemälde und Skulpturen ist Sr. Johanna mit Vorbereitungen für unseren Umzug beschäftigt. Letzte Objekte, die noch zur Restaurierung hier sind, werden in diesen Wochen fertig gestellt.

In unserem zukünftigen Kloster auf dem Rochusberg in Bingen sind die Sanierungsfortschritte deutlich sichtbar. Immer wieder fahren einzelne Schwestern und unser Hausmeister dorthin zu Absprachen und zur Klärung von Fragen. Wir versuchen die Einrichtung der Räume gut vorzubereiten. Unsere neue Waschmaschine steht schon dort und wartet auf uns!


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